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01.06.2010 - Wolfsburg
Vertiefte Berufsorientierung in Schulen
Vertiefte
Berufsorientierung für Schüler
im CJD Jugenddorf Wolfsburg
Aus
der Wirtschaft und aus Ausbildungsbetrieben kommen oft Klagen über die
mangelnde Orientierung von Schülern in Bezug auf Berufsfindung, Kennen und
Einsetzen der eigenen Stärken und die betrieblichen Anforderungen.
„Viele Jugendliche wissen schlichtweg nicht, was ihnen liegt, wo ihre Stärken sind und in welchen Berufen sie diese zur Geltung bringen können“, sagt Uwe Klaue, Leiter der beruflichen Bildung des CJD, „Mit dem Angebot der vertieften Berufsorientierung bieten wir den Schülern über einen Zeitraum von 9 Monaten die Möglichkeit, sich ausführlich auf den Übergang zwischen Schule und Berufsleben vorzubereiten.“
Die Johannes-Gutenberg-Schule aus Rühen hat das Angebot bereits 2008 angenommen. Auf der Jobwerkmesse im Wolfsburger Congresspark kam der Kontakt zustande. Petra Bachmann, Schulsozialarbeiterin in Rühen, entwickelte dann gemeinsam mit den Mitarbeitenden des CJD das Curriculum für das Projekt. Ziel war es, den Schülern eine langfristige und intensive Begleitung in dem entscheidenden Prozess der Berufsfindung anzubieten.
„ Oft wird auf die enorme Wichtigkeit der frühzeitigen beruflichen Orientierung nur sporadisch reagiert mit vereinzelten Projekttagen oder Infoveranstaltungen, wir wollten einen anderen Weg gehen“, so Klaue.
Mit Schuljahresbeginn 2009 ist das Projekt von einer auf zwei achte Klassen ausgeweitet worden. Die Sozialpädagoginnen aus dem CJD Wolfsburg arbeiten im wöchentlichen Turnus mit 43 Schülerinnen Schülern im Rahmen des Ganztagsschul-Angebotes der Rühener Hauptschule.
So werden zum einen individuelle Kompetenzen erfasst. Mit dem so genannten „Profil-AC“, einem Verfahren zur Kompetenzfeststellung für die Berufsorientierung bietet das CJD ein Instrument an, mit dem die Stärken und Eignungen der jungen Bewerber erhoben und abgebildet werden können. Jeder Schüler erhält sein persönliches Kompetenzprofil, das mit ihm intensiv besprochen und ausgewertet wird.
Zum anderen werden soziale Fähigkeiten in Arbeitsgruppen trainiert und Präsentationstechniken erlernt und ausprobiert.
Abgerundet wird das Projekt durch eine 14tägige Berufsfindungsphase in den Werkstätten des Jugenddorfes, die die Schüler im Februar und März mit Erfolg durchlaufen haben. Die Ausbildungsabteilung des CJD hält 8 verschiedene Berufsfelder mit 13 Ausbildungsbereichen vor. Durch diese Vielfalt konnten die Schüler in den zwei Wochen jeweils drei unterschiedliche Berufsfelder kennen lernen und sich dort in der Praxis ausprobieren.
Die Schüler wurden dabei in den normalen Ausbildungsalltag integriert und stellten sich motiviert und mit großem Eifer den Aufgaben beispielsweise beim Bedienen von Gästen, dem Ausbau eines Auto-Motors oder dem Herstellen von Pflanzgefäßen. Svenja Brennecke, 15, fand es vor allem gut, dass sie „in ganz verschiedene Bereiche reinschnuppern konnte. KfZ-Werkstatt und Büro, das liegt schon sehr weit auseinander.“
„Und“ ergänzt Ricarda Schöps, 14, „dadurch kann man sehr gut sehen, was man gut kann und was nicht so gut.“
Zum Abschluss des Projekts erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Zertifikat, das sie Ihren zukünftigen Bewerbungsunterlagen beilegen können.

Und auch die Eltern bleiben nicht außen vor: Für jede Klasse findet Anfang Juni ein Elternabend statt, an dem die Kompetenzprofile ihnen in Einzelgesprächen vorgestellt und erläutert werden.
Schulleiter Peter Fessel ist von dem Projekts begeistert: „Der entscheidende Vorteil ist die kontinuierliche und langfristige fachliche Begleitung der Schüler bei der Berufsorientierung. Wir wollen diese Kooperation auf jeden Fall im kommenden Schuljahr fortführen.“
Das CJD Jugenddorf Wolfsburg ist gerne bereit, das Projekt an weiteren Schulen in unserer Region durchzuführen. Interessierte Schulen wenden sich bitte an Uwe Klaue, Leiter der Beruflichen Bildung unter 05361 / 85 64 – 22.




