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10.02.2010 - Wolfsburg
Vertiefte Berufsorientierung für Hauptschüler aus Rühen
Vertiefte Berufsorientierung für Schüler im CJD Jugenddorf Wolfsburg
Aus der Wirtschaft und aus Ausbildungsbetrieben kommen oft Klagen über die mangelnde Orientierung von Schülern in Bezug auf Berufsfindung, Kennen und Einsetzen der eigenen Stärken und die betrieblichen Anforderungen.
„Viele Jugendliche wissen schlichtweg nicht, was ihnen liegt, wo ihre Stärken sind und in welchen Berufen sie diese zur Geltung bringen können“, sagt Uwe Klaue, Leiter der beruflichen Bildung des CJD, „Mit dem Angebot der vertieften Berufsorientierung bieten wir den Schülern über einen Zeitraum von 9 Monaten die Möglichkeit, sich ausführlich auf den Übergang zwischen Schule und Berufsleben vorzubereiten.“
Die Johannes-Gutenberg-Schule aus Rühen hat das Angebot bereits 2008 angenommen. Auf der Jobwerkmesse im Wolfsburger Congresspark kam der Kontakt zustande. Petra Bachmann, Schulsozialarbeiterin in Rühen, entwickelte dann gemeinsam mit den Mitarbeitenden des CJD das Curriculum für das Programm. Ziel war es, den Schülern eine langfristige und intensive Begleitung in dem entscheidenden Prozess der Berufsfindung anzubieten.
„ Oft wird auf die enorme Wichtigkeit der frühzeitigen beruflichen Orientierung nur sporadisch reagiert mit vereinzelten Projekttagen oder Infoveranstaltungen, wir wollten einen anderen Weg gehen“, so Klaue.
Zurzeit arbeiten Sozialpädagogen aus dem CJD Wolfsburg im wöchentlichen Turnus mit 44 Schülern aus zwei achten Klassen im Rahmen des Ganztagstagsschul-Angebotes der Rühener Hauptschule.
So werden zum einen individuelle Kompetenzen erfasst. Mit dem so genannten „Profil-AC“, einem Verfahren zur Kompetenzfeststellung für die Berufsorientierung, bietet das CJD ein Instrument an, mit dem die Stärken und Eignungen der jungen Bewerber erhoben und abgebildet werden können. Jeder Schüler erhält sein persönliches Kompetenzprofil.
Zum anderen werden soziale Fähigkeiten in Arbeitsgruppen trainiert und Präsentationstechniken erlernt und ausprobiert.
Abgerundet wird das Programm durch die noch bis zum 10.
Februar laufende Berufsfindungsphase in den Werkstätten des Jugenddorfes. Die
Ausbildungsabteilung des CJD hält 8 verschiedene Berufsfelder mit 13 Ausbildungsbereichen
vor.
Durch diese Vielfalt können die Schüler – aufgeteilt in zwei Gruppen - in 14 Tagen jeweils drei unterschiedliche Berufsfelder kennen lernen und sich dort in der Praxis ausprobieren.
Die Schüler werden dabei in den normalen
Ausbildungsalltag integriert und stellen sich motiviert und mit großem Eifer den
Aufgaben beispielsweise beim Bedienen von Gästen, dem Ausbau eines Auto-Motors
oder dem Herstellen von Pflanzgefäßen.
Betreut werden die 13 – 15jährigen dabei
nicht nur durch die CJD-Ausbilder, sondern auch durch die Auszubildenden, die
sich den jungen Praktikanten mit viel Geduld widmen. 
Die erste Gruppe hat die Berufsfindungsphase bereits abgeschlossen und äußert sich sehr positiv über das Programm.
„Wir sind toll aufgenommen worden von allen hier, es kam gar kein fremdes Gefühl auf“ sagt Phil Mertens, 15, einer der Rühener Schüler.
Seine Mitschülerin Svenja Brennecke, 15, findet es vor allem gut, dass sie „in ganz verschiedene Bereiche reinschnuppern konnte. Kfz-Werkstatt und Büro, das liegt schon sehr weit auseinander.“
„Und“ ergänzt Ricarda Schöps, 14, „dadurch kann man sehr
gut sehen, was man gut kann und was nicht so gut.“
Zum Abschluss des Programms werden dann auch die Eltern mit einbezogen. Auf zwei Elternabenden werden die persönlichen Kompetenzprofile überreicht und nächste Schritte der Berufsplanung erörtert.
Das CJD Jugenddorf Wolfsburg ist gerne bereit, das Programm an weiteren Schulen in unserer Region durchzuführen. Interessierte Schulen wenden sich bitte an Uwe Klaue, den Leiter der Beruflichen Bildung des CJD unter
05361 / 85 64 – 22.




